Einmalige Fasnacht in Einsiedeln

Veröffentlicht am 8 Februar 2010, 13:55 in der Kategorie Brauchtum, Verschiedenes, Veranstaltungen.

Von René und Elisabeth Bühler

Wer in der Fasnachtszeit nach Einsiedeln fährt, erlebt eine der aufregendsten und buntesten Fasnachten überhaupt. Dieses Jahr vor allem am 15. und 16. Februar.

Am Abend von Drei Königen (6. Januar) beginnt in Einsiedeln die fünfte Jahreszeit mit dem «Iitrichle» (Eintreicheln). Der Schmutzige Donnerstag ist der Fasnachtstag der Jugend, an dem der Kinderumzug stattfindet. Einen ersten Höhepunkt der Einsiedler Fasnacht bildet der Güdelsmäntig (Fasnachtsmontag). Dieser beginnt um 9 Uhr mit dem wilden Sühudi-Umzug. Dieser wird von Furcht erregenden Teufeln angeführt. Es sind imposante Gestalten mit langen gebogenen Hörnern. Sie tragen eine Mistgabel und eine lange um den Bauch gebundene Kette. Sie machen den Weg frei für die Sühudis, die möglichst zerlumpt auftreten. Das Gesicht wird mit einer selbst gemachten Pappmaché-Maske bedeckt und soll möglichst schauerlich aussehen. Das Sühudi ist eine lustige und schwatzhafte Figur. Es umschmeichelt und verhöhnt die Umzugszuschauer mit verstellter Stimme. Die Einsiedler nennen dies «breugen». Den ganzen Text lesen >>

Ist jede Musik auch Stimmungsmusik?

Veröffentlicht am 30 Januar 2010, 17:52 in der Kategorie Verschiedenes.

Von Ernst A. Meyner

Musik ist Ausdruck des Herzens. Je nach Stimmung bevorzugen wir fröhliche Melodien oder eher besinnliche, tragende Klänge.
 Therapeuten wissen, dass der Mensch verschieden auf Musik reagiert. Eine bestimmte Musik kann heilende Wirkung haben, kann beruhigen oder aufwühlen. So geht es auch den Komponisten, wenn sie neue Melodien schaffen. In Hochstimmung entstehen andere Klänge als in depressiven Lebensphasen. Der schwer kranke Frédéric Chopin erlebte eine musikalische Glanzzeit bei seiner Geliebten, der Schriftstellerin George Sand, die ihn fürsorglich betreute. Da entstanden die besten Kompositionen. Kurz vor seinem Tod wünschte er sich das Mozart-Requiem an seiner Bestattung.

Ich erinnere mich an eine Begegnung mit dem Volksmusikanten Franz Huser, wie er seine Musik am Akkordeon oder an der Klarinette schwungvoll intonierte und war überzeugt, dass er auf seine Art und Weise auch Stimmungsmusik mache. Wer mit Freude musiziere, erreiche auch fröhliche Herzen. An seiner Beerdigung verbreitete der Walzer «Mamma» von Franz Huser senior eine nachdenkliche Stimmung. Andere Musiker und Komponisten bestätigten mir, dass jede Melodie letztlich Stimmungsmusik sei – rassig, freudig und temperamentvoll oder besinnlich, gedämpft und schwermütig. Diesen Eindruck kann jede Musikrichtung auslösen, ob Klassik, U-, Dixieland-, Rock- oder Volksmusik.
Machten Sie persönlich auch Erfahrungen mit Musik und Stimmungen?

Vinyl – die Beliebtheit der alten Schallplatte wächst wieder

Veröffentlicht am 15 Januar 2010, 18:22 in der Kategorie Verschiedenes.

Von Martin Sebastian

Die gute alte Vinyl-Langspielplatte ist auch in Zeiten von MP3-Playern und Download-Shops für Musik im Internet nicht tot zu kriegen. Wie aus aktuellen Zahlen hervorgeht, erfreut sich der analoge Datenspeicher gegenwärtig sogar wieder einer zunehmenden Beliebtheit bei Musikkonsumenten. Demnach sind in den USA und Kanada im Jahr 2009 mehr als 2,1 Mio. Vinyl-Alben über die Ladentische gewandert, das entspricht einem Zuwachs von über 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dass es sich hierbei um keinen Einzelfall handelt, beweisen die jüngsten Marktzahlen aus Deutschland. Den ganzen Text lesen >>

Initiative “Jugend und Musik” – Jetzt erst recht!

Veröffentlicht am 12 Januar 2010, 15:52 in der Kategorie Verschiedenes, Förderung, Politik.

Vom Verband Musikschulen Schweiz VMS     www.fmb-vms.ch

Der Bundesrat hat jetzt bekannt gegeben, die Initiative «Jugend und Musik» Volk und Ständen zur Ablehnung zu empfehlen. Unter anderem behauptet der Bundesrat, die Initiative unterlaufe die Bestrebungen von HarmoS; tatsächlich hat die Initiative mit HarmoS überhaupt nichts zu tun. Der Bundesrat meint weiter, dass mit Artikel 10a KFG  («Der Bund fördert in Ergänzung zu kantonalen und kommunalen Bildungsmassnahmen die musikalische Bildung») alles abgedeckt sei. Der Bund wolle und könne die Kantone in ihrer Bildungshoheit nicht weitergehend bevormunden.

Die Initiative will die musikalische Förderung auf dieselbe Stufe wie der Sport stellen. «Jugend und Sport» bekommt seine erklecklichen Subventionen wegen des Sportartikels in der Bundesverfassung. Genau das will die Musikinitiative auch: Eine subsidiäre Wirkung des Bundes auf die Kantone betreffend schulischer- und ausserschulischer musikalischer Bildung. Im Laufe von 2011 wird voraussichtlich über die Initiative abgestimmt. Der Abstimmungskampf beginnt aber bereits heute.

Ist unsere Musik unentbehrlich? Und was dann?

Veröffentlicht am 30 November 2009, 12:09 in der Kategorie Brauchtum, Begriff, Verschiedenes.

Von Martin Sebastian    www.ruefferundrub.ch

Können wir ohne unsere Musik sein? Oder anders gefragt: Wie entbehrlich ist die Musik tatsächlich für unser Leben? Was wäre eine Welt ohne Mozart und Beethoven? Was wären wir ohne Volksmusik oder ohne Rockband?
Der Autor des Buches “Kontrapunkte und Koloraturen”, Daniel Fueter, denkt seit vielen Jahren über den Wert der musikalischen Bildung nach und zeigt die Bedeutung der Musik in allen Lebensbereiche auf. In seinem neuen Buch findet sich zudem eine besondere Trouvaille: die von Daniel Fueter entwickelte «Kleine Musiklehre». Man muss nicht Fachmann sein, um diese Erklärungen zu verstehen, denn sie richten sich an ein gemischtes Publikum und stellen keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Den ganzen Text lesen >>

Jung und Alt lieben volkstümliche Musik

Veröffentlicht am 25 November 2009, 20:09 in der Kategorie Folklore, Verschiedenes, Veranstaltungen.

Von Martin Sebastian      www.folkloreexperte.ch

Die Finalsendung «Die grössten Schweizer Hits» gibt noch mehr zu reden als alle vorangegangenen “Hitsendungen”. Es ist aber nicht so, wie viele behaupten und was manche Tageszeitungen schrieben. Es sind nicht nur die Alten, sprich 50+, die für die volkstümlichen Lieder stimmten, bzw. anriefen. Die Sendungen werden auch nicht nur von einem überaltertem Publikum geschaut. Auch die Jungen lieben Volksmusik und Schlager. NUR: Wenn es dann darum geht, dazu zu stehen, haben manche “noch” Mühe. Es verhält sich etwa gleich, wie bei den Leuten, die den Blick in der NZZ lesen. Man will wohl dabei sein, aber es ziemt sich nicht dafür einzutreten. Den ganzen Text lesen >>

Pro Helvetia veröffentlicht Leitfaden für Volkskultur

Veröffentlicht am 27 Oktober 2009, 13:15 in der Kategorie Folklore, Brauchtum, Begriff, Verschiedenes, Förderung.

Von Sabina Schwarzenbach     Leiterin Kommunikation www.prohelvetia.ch

Ob Volksmusik, Laientheater oder traditionelle Kunst – seit Herbst 2008 unterstützt die Schweizer Kulturstiftung auch Projekte der Volkskultur.
Einzelpersonen, Gruppen oder Verbände, die sich in einer volkskulturellen Sparte betätigen, erhalten dadurch die Möglichkeit, Pro Helvetia Gesuche um eine finanzielle Unterstützung vorzulegen. Welche Vorhaben fördert die Schweizer Kulturstiftung? Und was müssen Interessierte bei einer Anfrage beachten? Antworten gibt ein neuer Leitfaden, der soeben auf Deutsch, Französisch und Italienisch erschienen ist. Den ganzen Text lesen >>

Was wird die neue nationale Musikschule auslösen?

Veröffentlicht am 19 Oktober 2009, 11:34 in der Kategorie Folklore, Brauchtum, Verschiedenes, Förderung, Politik.

Von Martin Sebastian 

Nun ist es definitiv: Es wird eine neue nationale Musikschule mit Museum und vielem mehr geben. Was wird das auslösen? Welche Möglichkeiten entstehen dadurch? Und wird dieses Zentrum Auswirkungen auf die musikalischen Aktivitäten des Landes haben? Und braucht es das überhaupt?

Auf der Klosterinsel Rheinau ist ein verheissungsvolles Kulturprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt worden.
Im Mai 2007 beschloss der Regierungsrat, die Nutzung der Klosterinsel Rheinau neu zu überdenken. Das daraufhin vom kantonalen Immobilienamt entwickelte neue Nutzungskonzept sieht den Betrieb eines Musikzentrums, einer Hauswirtschaftsschule, eines Restaurants sowie eines Museums vor. Der Regierungsrat hat das neue Nutzungskonzept bewilligt. Den ganzen Text lesen >>

Unsere Glocken bedeuten Heimat

Veröffentlicht am 8 Oktober 2009, 15:47 in der Kategorie Folklore, Brauchtum, Verschiedenes.

Von Ernst A. Meyner     Folklore-Redaktor

Nicht für alle ist das Glockengeläut gleich bedeutend. Für die einen ist es ein Ärgernis, für die anderen bedeutet es Sicherheit und weckt Heimatgefühle.
In der Nähe einer Kirche gewöhnt man sich ans Glockengeläut. Jeden Morgen um sechs läutet eine hell klingende Glocke der Zwinglikirche Winterthur den jungen Tag ein. Und am Abend punkt 19 Uhr vernehme ich während fünf Minuten die Betzeit-Glocke.
Für mich als Knabe waren das tägliche Signale, Denkpausen, Zäsuren. Wenn das Geläut einmal ausblieb, fehlte etwas. «Ist das Läutwerk etwa defekt?», fragte man sich rasch einmal. Den ganzen Text lesen >>

Frust: Wo sind die mutigen Volkskulturanhänger geblieben?

Veröffentlicht am 5 Oktober 2009, 15:14 in der Kategorie Folklore, Verschiedenes, Förderung.

Von Martin Sebastian     Redaktor

Obwohl die Folklore im Moment sehr gefragt ist und bei Jung und Alt beliebt ist, passiert hier auf dem Blog zur Schweizer Volkskultur viel zu wenig. Im Gespräch ergibt sich meist das gleiche Bild: Alle sind interessiert und lesen gerne was andere schreiben, aber (fast) niemand getraut sich seine Meinung öffentlich (sprich im Blog) kund zu tun.
Was müssen wir als Folkloreaktive, bzw. ich als Redaktor dieser Seite unternehmen, dass es anders wird? Gerne würde ich meine zunehmende Frust wieder los werden!

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